Gute Werbung muss polarisieren. Denn Werbung funktioniert unserer Meinung nur, wenn diese auch polarisiert. Sollte man als Unternehmer nicht ein Produkt entwickeln, das alle Käufer anspricht? Unserer Meinung nach nein.

Viele ehemaligen Kunden auf unserem Weg wollten etwas Neues. Sie wollten Menschen bewegen. Sie wollten anders wahrgenommen werden. Sie wollten unterm Strich mehr Umsatz. Sie wollten Veränderung.
Doch sie wollten sich nicht verändern. Solche Kunden bzw. deren Ansatz sind im Vorwege zum Scheitern verurteilt.

Die richtige Frage sollte in diesem Zusammenhang auch lauten:
„Wie erreiche ich, dass mein Wunschkunde mein Produkt liebt?“ Warum?

  1. Neutralität bedeutet keine Emotion.
  2. Keine Emotion bedeutet keine Chance auf Positivätität.
  3. Keine Positivität bedeutet keine Chance auf Vertrauen.

Du kannst keine Werte oder Vorteile kommunizieren, wenn keine Emotionen und Gefühle vermittelt werden. Die besten Marken sind die mutigsten Marken. Warum? Sie polarisieren.
(Siehe Interview mit Thorsten Ruhle: https://www.billomat.com/magazin/interview-mit-thorsten-ruhle-von-urbandivision/)

Werben zum richtigen Preis

Natürlich gibt es Marken und Produkte, die von einem Nerd-Dasein in einen Lifestyle gewandert sind (z.b. Apple). Doch auch hier gibt es Lager, siehe z.B. MacOSX vs. Windows, iPhone vs. Galaxy, Mac vs. PC). Eine gute und mutige Marke poliarisiert ständig. Sie schafft sich ihre Multiplikatoren und diese „werben“ eigenständig für das Produkt/Marke

Es geht nicht um die Umsetzung und den typischen und bekannten Spruch „Werben um jeden Preis.“ Es geht um „Werben zum richtigen Preis!“

Das Ziel ist klar: Es geht darum, sich von der Masse der Anbieter abzuheben und sich gegen große Marktteilnehmer zu positionieren. Wer das macht, was jeder macht, bringt nichts Neues auf die Welt. UrbanDivision ist bekannt dafür, gerne zu provozieren.

Was müssen Unternehmen beachten, um erfolgreich provozieren zu können? Laut unserer Erfahrung gibt es keinen Masterplan. Vor allem ist es wichtig, dass die Provokation etwas mit der Realität einer Marke und dem Adressaten zu tun hat, sie muss damit verbunden sein. Alles andere ist in erster Linie kontextabhängig, denn Provokation hat immer etwas mit der Gesellschaft und dem Zeitgeist zu tun. Und beide ändern sich. Ständig.

Sehr bewusst polarisieren

Dein Ziel sollte es sein, genau zu wissen, welche Bedürfnisse jeder Zielgruppe du mit deinem Produkt befriedigen kannst / willst.

Wenn du deine Zielgruppe genau kennst, kannst du deine Werbebotschaften an diese Verbraucher richten, sodass deine Werbemaßnahmen von deiner Zielgruppe sehr gut angenommen wird.

Gestalte deine Werbemaßnahmen so, dass deine Werbung die Einstellungen, Werte, den Humor und die Gefühle deiner Zielgruppe widerspiegelt.

Zwar wirst du die Kunden, die nicht zu deiner Zielgruppe mit diesen Werbemaßnahmen verschrecken, aber genau das sind die Kunden die zukünftig meckern werden und einfach niemals zufrieden zu stellen sind.

Auf diese Zielgruppen solltest du dich nicht fokussieren und versuchen, diese sogar mit gezielten und provokanten Werbemaßnahmen von vornherein auszuschliessen.

Deshalb gehören unsere langjährigen Kunden zu den mutigen Kunden. Sie vertrauen uns und auch unsere Erfahrung.

Die Wahrheit ist: du hast Freunde und Feinde

Warum solltest du also versuchen, alle als Kunden zu gewinnen, wenn es viel effizienter ist, das du dich auf „deine“ Zielgruppe konzentrierst und diese perfekt bedienst?

Natürlich musst du dich auch damit abfinden, dass es einige Menschen gibt, die sich über deine Produkte oder Dienstleistungen „beschweren“, aber vergiss nicht, dass du auch treue Kunden hast, die dich und deine Arbeit in diesen Situation unterstützen.

Behalte als Unternehmer eine klare Position und bestätige deine Zielgruppe, dass du deren Anforderungen am besten gerecht werden kannst. Mache niemals Zugeständnisse, die den Werten deiner Marke, deines Unternehmens oder deiner Dienstleistung entgegensprechen. Das wäre Verrat an deinen eigenen Werten und an dem, was dich und deine „Unternehmung“ abgrenzt zum Wettbewerb.

Kunden die dein Produkt oder Meinung aufgrund deiner Werte sowieso nicht akzeptieren bedürfen keines „Kampfes“ oder bewusster Überredung.
Denn diese werden, sollten sie tatsächliche aus irgendeinem Grunde doch Kunde werden, aus Erfahrung die ersten sein, die kündigen oder sich eher auf die Suche nach Fehlern und Mißständen machen.

Personal Branding: Marke und Mut zum Polarisieren

Ein Unternehmen bekommt durch eine Person eine Persönlichkeitsmarke. Ein gutes Beispiel hierfür wäre wieder Apple und Steve Jobs. Diese Persönlichkeitsmarke bringt alles zusammen. Wie Apple, steht z.B. auch Coca Cola, Audi und Adidas für ein Wertversprechen, schafft Vertrauen und wird in Erinnerung behalten.

„If you wanna be a leader, don´t sell ice cream.“

(Steve Jobs/Apple)

Im Wettbewerb kann dies der entscheidende Vorsprung auf dem Weg zu einer neuen Spitzenposition sein. Wie zeige ich, warum ich das ideale Angebot/Dienstleistung für das Bedürfnis bin? Welche Kompetenzen vertrete ich? Was unterscheidet mich von der Masse der Bewerber?

Im Wettbewerb bringt jeder von uns seine Persönlichkeitsmerkmale und Qualifikationen ein. Man könnte sagen, dass unsere Persönlichkeit ein Produkt ist, sogar ein Einzelstück.

Es ist wichtig, authentisch für das zu stehen, was du besonders gut kannst. Dazu gehört natürlich nicht immer das Angenehme und Polarisieren – nur das macht eine Marke von anderen unterscheidbar.

Wir setzen uns für ein authentisches und glaubwürdiges Auftreten ein, denn nur das schafft Respekt und Vertrauen bei anderen. Man kann und sollte sowieso nicht allen gefallen. Oder um es mit den hervorragenden Worten von Steve Jobs zu sagen „If you wann be a leader, don´t sell ice cream.“

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