Eine eigene Marke aufbauen – Markenidentität ganz einfach

Wie baust du eine Markenidentität auf? Wir haben einige Tipps für dich, wie du deine Markenidentität erzeugen und identifizieren kannst. Der abstrakte Begriff der Markenidentität ´ musst du erstmal fassen können und er muss mit Leben gefüllt werden.
Mit den folgenden Tipps und Tricks kannst du vielleicht an deiner eigenen Marke ein bisschen arbeiten.

1.  Die Markenidentität soll einfach und leicht verständlich sein

Fragen wie „Wofür steht mein Unternehmen?“, „Wofür mein Produkt oder meine Marke?“ sollten eine Antwort folgen lassen die, wenn es geht, in drei Wörtern erfolgt (Bei UrbanDivision: „Wir vermarkten Unternehmen“)
Betrachten wir hierzu als Beispiel die Bild Zeitung: Man mag geteilter Meinung sein, doch die Zeitung kommuniziert in einfachen Headlines, wofür der Artikel steht und welchen Nutzen dieser transportiert.

„Eine Markenidentität sollte -wenn es geht, in drei Wörtern beschrieben werden können.“

Thorsten Ruhle / UrbanDivision

Die Botschaft muss klar und einfach sein und so wenig wie möglich (am Besten keine neuen) Fragen aufwerfen sondern neugierig machen.

2. Die Markenidentität muss im hier und jetzt funktionieren.

Baue keine Markenidentität auf die vielleicht in 10-20 Jahren Umsatz generieren soll.  Sie muss für die Kunden von heute relevant sein.

Mach´ dazu einfach mal den Oma-Test: Lege deiner Oma (mit deinem Kind funktioniert das natürlich auch) die Aussage deiner Marke bzw. Botschaft vor und bitte sie, diese Botschaft in ihrem Verständnis zu wiederholen.

Bietet deine Marke einen klar verständlichen Mehrwert oder sagt deine Oma „ich habe keine Ahnung wovon du sprichst?“

Natürlich könntest du jetzt sagen „ja klar meine Marke ist ja auch für die Zielgruppe 35 bis 45 gedacht. Doch deine Oma oder Kind steht nur als Repräsentant für jemanden, der nicht in deinem Unternehmen arbeitet, aber der deine potenzielle Zielgruppe sein kann.

3. Bleib´ konsistent und konsequent in deiner Markenidentität

Wenn deine Markenidentität zum Beispiel darauf aufbaut, Produkte nachhaltig zu erzeugen, kannst du nicht sagen „Der Discounter macht uns Konkurrenz. Können wir nicht die guten Rohstoffe gegen geringere Kosten der Ersatzstoffe austauschen die vielleicht nicht nachhaltig sind?“
Natürlich lockt ein Riesengeschäft aber das wird deine Kernidentität kannibalisieren und deine Marke unglaubwürdig machen.

Es macht auch keinen Sinn alle drei Jahre eine neue Identität zu erfinden. Vielleicht kennst du Unternehmen, in denen ein neuer Marketingleiter die Marke neu erfindet. Das funktioniert meistens nicht, gerade wenn du dir den Markenkern genauer anschaust.

4.  Versuche für deine Markenidentität eine Reichweite zu erzeugen.

Erzähle (wahre) Geschichten rund um die Identität, auch bekannt als „story telling“.

Betrachte Fragen wie „Warum ist das so?“, „Wie bin ich dorthin gekommen?“ „Wieso habe ich mich entschieden, genau dieses Produkt, Marke oder Dienstleistung anzubieten?“, „Was kann ich/mein Produkt, was andere Produkte nicht können?“ Kontinuierliche Kommunikation in diese Richtung hilft dir langfristig weiter.

In vielen Unternehmen gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen, wird kaum richtige Markenkommunikation betrieben.  Warum? Das Unternehmen ist mehr auf Vertriebskommunikation fokussiert, als das Vertrieb und Marketing zusammenarbeiten.

„Sales und Marketing gehören zusammen. Welcome Smarketing.“

Katrin Lüdemann/ UrbanDivision

Dabei ist gerade dieses „Smarketing“ (Verschmelzung von Sales und Marketing) wichtiger als jeh zuvor.

Fazit: Eine Marke die keiner kennt, ist keine Marke

Die meisten Unternehmen nutzen ihre Webseiten. Einiger mehr, die Meisten weniger.
Aber nutzen die Unternehmen oder auch du deine Zeit, um auch Social Media Kanäle oder analoge Kanäle mit deiner Markenkommunikation zu füllen und engagiert Interessierte zu fesseln. Kaum bis gar nicht, oder?

Das Thema Identität muss im Kopf der Kunden ankommen und damit auch ein Image. Das funktioniert nicht über den Kopf direkt, sondern in erster Linie über den Bauch. Und was genau musst du tun um dort zu landen? Richtig: Du musst eine Emotion auslösen.

Nur wenn du das schaffst, kannst du später auch von einer starken Marke sprechen

Eine Marke die keiner in deiner Zielgruppe kennt, ist nicht stark.
Eine Marke unter der ich mir nichts vorstellen kann, ist keine Marke.
Eine Marke die nur gekauft wird, weil sie günstig ist, kannst du auch vergessen.

Schäle deinen Markenkern, deine Vision, deine Werte und deine Wirkung heraus. Nur dann kann sowohl deine Marke als auch deine Aussage nahrhaften Boden bei deinen Kunden erzeugen. Der Markenkern ist die Quelle deiner Botschaft, der Wahrnehmung, des Angebotes und des Verhaltens.
Mach ´deine Marke erlebbar, denn eine Emotion ist stärker als jedes Argument!

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